ZIM

Erfolgsgeschichten aus unseren ZIM-Netzwerken

17. September 2017 / Autor: Dipl.-Wirtschaftler Frank Wilcke (MBA)

Das BMWi stellt rund 1,2 Mio. € Fördermittel für die Entwicklung von Robotertechnik im Bauwesen zur Verfügung

Als sich vor gut einem Jahr sieben kleine mittelständische Unternehmen im Rahmen des Innovations-Netzwerkes “Automatisierung Ausbaugewerke” verabredeten, gemeinsam mit zwei Forschungseinrichtungen Robotertechnik für das Bauwesen zu entwickeln, schien die Idee sehr visionär.

Einige Monate wurde getüftelt und diskutiert. Eine Vielzahl von Voruntersuchungen war notwendig, um alle wichtigen Parameter und Anforderungen zu ermitteln. Abläufe auf Baustellen wurden untersucht, optimierte Prozesse modelliert und diese dann auf die zu entwickelnde Robotik adaptiert.

Schließlich baute die Gruppe unter aktiver Mitwirkung von ip|m innovationspartner mittelstand ein vollständiges Projektmanagement für die jeweiligen Entwicklungsleistungen der einzelnen Partner auf und defi nierte Schnittstellen sowie Meilensteine und deren Zielparameter.

Im Zentrum der Entwicklungsarbeiten stehen hochsensible Vermessungs- und Navigationstechnik ebenso wie robotergestützte Transport- und Verlegesysteme.

Die besonderen Herausforderungen dieses Projektes liegen auf der Hand, extrem raue Umfeldbedingungen bei höchsten Genauigkeitsanforderungen. Bereits im Vorfeld der Entwicklung waren die Fähigkeiten und Fertigkeiten der künftigen Nutzer, nämlich Bauarbeiter, zu berücksichtigen.

Am ersten von insgesamt sechs geplanten Großprojekten sind mittelständische Sondermaschinenbauer, Bildverarbeitungsspezialisten und Bauunternehmen aus Sachsen, Thüringen und Bayern beteiligt.

Die notwendigen Forschungsleistungen, deren Ergebnisse vor allem auf hochpräzise, laufend reproduzierbare Bautechniken und Steuerungen für automatisierte Transporttechniken für Bau- und
Zuschlagsstoffe zielen, erbringen die Technische Universität Ilmenau und die Technische Hochschule Deggendorf.

Die Kooperationspartner für Entwicklungsprojekte haben bereits im Vorfeld Markterschließungsstrategien entwickelt. Sie wollen in den Jahren 2020 bis 2023 insgesamt ca. 150 hochkomplexe Robotersysteme für das Bauwesen auf dem Weltmarkt positionieren.

Weitere Informationen zu Beteiligten und Projekten finden Sie auf der Website unseres ZIM-Netzwerkes NAAG Netzwerk Automatisierung Ausbaugewerke.

ZIM Richtlinie geändert

01. Dezember 2016 / Autor: Dipl.-Wirtschaftler Frank Wilcke (MBA)

Die Richtlinie zum Förderprogramm „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ wurde zum 01.12.2016 geändert und in Kraft gesetzt.
Neu gefasst wurde der Abschnitt 3.4. wie folgt:

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, Forschungs- und Netzwerkeinrichtungen,

a) die ein sogenanntes Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne von Artikel 2 Nummer 18 VO (EU) 651/2014 sind,
b) über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist; dasselbe gilt für Antragsteller und, sofern der Antragsteller eine juristische Person ist, für Inhaber juristischer Personen, die eine Vermögensauskunft nach § 807 der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung 1977 abgegeben haben oder zu deren Abgabe verpflichtet sind,
c) die einem Sektor nach Artikel 1 Absatz 3 VO (EU) 651/2014 zuzuordnen sind.

Zum Unterpunkt a) hat die EU folgende Festlegungen und Formulierungen getroffen:

„Unternehmen in Schwierigkeiten“: Unternehmen, auf das mindestens einer der folgenden Umstände zutrifft:

a) für Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaft auf Aktien, Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Im Falle von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (ausgenommen KMU, die noch keine drei Jahre bestehen, und — in Bezug auf Risikofinanzierungsbeihilfen — KMU in den sieben Jahren nach ihrem ersten kommerziellen Verkauf, die nach einer Due-Diligence-Prüfung durch den ausgewählten Finanzintermediär für Risikofinanzierungen in Frage kommen): Mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals ist infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen. Dies ist der Fall, wenn sich nach Abzug der aufgelaufenen Verluste von den Rücklagen (und allen sonstigen Elementen, die im Allgemeinen den Eigenmitteln des Unternehmens zugerechnet werden) ein negativer kumulativer Betrag ergibt, der mehr als der Hälfte des gezeichneten Stammkapitals entspricht. Für die Zwecke dieser Bestimmung bezieht sich der Begriff „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ insbesondere auf die Aktiengesellschaft, die Kommanditgesellschaft auf Aktien und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung) und der Begriff „Stammkapital“ umfasst gegebenenfalls alle Agios.

b) für offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften

Im Falle von Gesellschaften, bei denen zumindest einige Gesellschafter unbeschränkt für die Schulden der Gesellschaft haften (ausgenommen KMU, die noch keine drei Jahre bestehen, und — in Bezug auf Risikofinanzierungsbeihilfen — KMU in den sieben Jahren nach ihrem ersten kommerziellen Verkauf, die nach einer Due-Diligence-Prüfung durch den ausgewählten Finanzintermediär für Risikofinanzierungen in Frage kommen): Mehr als die Hälfte der in den Geschäftsbüchern ausgewiesenen Eigenmittel ist infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen. Für die Zwecke dieser Bestimmung bezieht sich der Begriff „Gesellschaften, bei denen zumindest einige Gesellschafter unbeschränkt für die Schulden der Gesellschaft haften“ insbesondere auf die in Anhang II der Richtlinie 2013/34/EU (die offene Handelsgesellschaft, die Kommanditgesellschaft) genannten Arten von Unternehmen.

c) für Unternehmen mit Insolvenzantragspflicht

Das Unternehmen ist Gegenstand eines Insolvenzverfahrens oder erfüllt die im innerstaatlichen Recht vorgesehenen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf Antrag seiner Gläubiger.

d) für Unternehmen, die Rettungsbeihilfen erhalten haben

Das Unternehmen hat eine Rettungsbeihilfe erhalten und der Kredit wurde noch nicht zurückgezahlt oder die Garantie ist noch nicht erloschen beziehungsweise das Unternehmen hat eine Umstrukturierungsbeihilfe erhalten und unterliegt immer noch einem Umstrukturierungsplan.

e) Im Falle eines Unternehmens, das kein KMU ist:

In den letzten beiden Jahren
1. betrug der buchwertbasierte Verschuldungsgrad des Unternehmens mehr als 7,5 und
2. das anhand des EBITDA berechnete Zinsdeckungsverhältnis des Unternehmens lag unter 1,0.

Zu den nicht geförderten Sektoren gehören unter anderem: Fischerei und Aquakultur, Primärerzeugung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Für Anträge, die nunmehr gestellt werden, ist zu prüfen, ob eines der vorgenannten Kriterien zutrifft. Als ZIM-Netzwerkmanagementeinrichtung unterstützt und berät ip|m innovationspartner mittelstand kleine und mittlere Unternehmen hierzu.

 

ZIM Netzwerk Automatisierung Ausbaugewerke ZIM Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

ZIM – Entwurf der neuen Richtlinie veröffentlicht

19. Februar 2015 / Autor: Dipl.-Wirtschaftler Frank Wilcke (MBA)

„ZIM“ – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

-Die Förderung des deutschen Mittelstandes-

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellte den Entwurf der neuen ZIM-Richtlinie vor. Neben den großen Gemeinsamkeiten enthält die Richtlinie auch eine Reihe Neuerungen!

ZIM – Was ist das?

Dieses rückzahlungsfreie Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Ziel des ZIM ist die nachhaltige Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, indem neue und innovative Produkte oder Dienstleistungen zielführend in den Markt gebracht werden.

Ein nachhaltiger und messbarer Erfolg!

Mit Hilfe dieses Programms wurden bis Ende 2014 rund 28.000 Innovationen mit 3,8 Mrd. Euro bewilligt.

Aufgrund der großen Fürsprache, auch von Seiten des Bundes, wird das ZIM nun bis Ende 2019 weiter verlängert.

Die NEUE Richtlinie!

Der erste Entwurf der neuen Richtlinie ist bereits auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie frei einsehbar und verspricht einige vielversprechende Erneuerungen.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick!

Das Bundesministerium erhöhte das Budget um 30 Mio. Euro:

  • die zu beantragenden förderfähigen Kosten wurden von 350.000 Euro auf 380.000 Euro erhöht,
  • die zu beantragenden Personalkosten wurden von 80.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben,
  • die zuwendungsfähigen Kosten der Forschungseinrichtungen liegen nun in allen Fällen bei 100 %.

Zudem wurden einige Fördersätze erhöht:

Unternehmensgröße

Einzelprojekte

Kooperationsprojekte

Kooperationsprojekte mit ausländischen Partnern

kleine Unternehmen in den neuen Bundesländern

45%

50%

55%

kleine Unternehmen in den alten Bundesländern

40%

45%

55%

mittlere Unternehmen

35%

40%

50%

mittlere Unternehmen bis 500 MA

25%

30%

40%

 

Innerhalb der alten Richtlinie wurde die Laufzeit des ZIM auf 3 Jahre begrenzt.

  • Diese Beschränkung fällt nun ersatzlos weg.

Auch war bisher die Anzahl der Mitarbeiter bei Kooperationsprojekten auf max. 250 begrenzt.

  • Hier fand eine Erhöhung der Mitarbeiter bei Partner- und Verbundunternehmen auf insgesamt 500 statt.

Eine weitere Neuerung gibt es im Bereich der „DL-Anträge“(Dienst-und Beratungsleistung – neu: Unterstützung bei der Markteinführung):

  • Nunmehr dürfen pro bewilligtem ZIM-Antrag bis zu drei Anträge zur Unterstützung bei der Markeinführung der Innovation gestellt werden.

Sobald die neue Richtlinie verabschiedet wurde, können wieder Anträge gestellt werden.

Dies wird mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals 2015 geschehen.

Viele neue Produkte wurden mit der Unterstützung dieses Programms erfolgreich zur Serienreife gebracht und somit ein Alleinstellungsmerkmal für das Unternehmen geschaffen.

Wir begleiten auch Ihr Unternehmen und stehen Ihnen mit Rat und Tat bis zum Ende des Förderprogramms zur Seite.

Gemeinsam entwickeln wir eine Idee, kalkulieren mit Ihnen die Kosten und erledigen die Administration und Beantragung des Projekts.

Lassen Sie uns gemeinsam etwas Neues schaffen! – Ihr Produkt

Quelle: http://www.zim-bmwi.de/, am 21.01.2015